Mali


" Wenn man den Weg verliert,

lernt man ihn kennen."

                                                                             (Sprichwort der Tuareg)



Kulinarisches


                    "Sorge für deinen Leib,

                            doch nicht so,

              als wenn er deine Seele wäre.

                                                                     Matthias Claudius (1740 - 1815)


Foto`s, die hier präsentiert werden, entsprechen keiner hohen Fotoqualität. Es handelt sich vielmehr um Schnappschüsse, die ausschließlich der Veranschaulichung einer interessanten Reise auf kulinarischen Pfaden dienen.


Die Teezeremonie

Nach dem Essen gibt es in Mali traditionell die Teezeremonie, die aus insgesamt drei Teeaufgüssen besteht und je nach Familie mehr oder weniger genau eingehalten wird. Insgesamt kann sich diese äußerst berühigende Zeremonie mehrere Stunden hinziehen. Zwischen den Aufgüssen werden aktuelle Nachrichten ausgetauscht, Probleme besprochen oder einfach nur geplauscht.

Für den ersten Aufguß wird loser grüner Tee mit verhältnismäßig wenig Wasser und sehr viel Zucker in einem kleinen Kännchen mehrere Minuten gekocht. Dadurch werden die Gerbstoffe des Tees freigesetzt, was ihn sehr bitter macht.

Gern würzt man den Tee mit einigen Minzblättchen. Der Tee wird dann in kleine Gläschen gegossen, allerding aus einer gewissen Höhe, sodass sich eine Schaumkrone auf dem Tee bildet. Die ganze Prozedur wird einige Male wiederholt bis die Gläser dann verteilt werden. Der Tee wird durch die gespitzte Mundöffnung geschlürft, wobei ein Geräusch entstehen darf.  

Die Malier sagen, dass dieser erste Aufguß so bitter ist, wie der Tod.

 


Der zweite Aufguß wird schon aufgesetzt, während der Erste gerade genossen wird. Die Teeblätter des ersten Aufgußes werden nochmals mit wenig Wasser und viel Zucker versehen und wiederum gekocht. 

Dieser zweite Augruß soll so bittersüß sein, wie es das Leben ist.

 

Noch einmal wird das gesamte Prozedere vollzogen, sodass ein Tee entsteht, der so süß schmeckt, wie die Liebe. Von diesem dritten Aufguß dürfen auch anwesende Kinder trinken. 

 

 

Für den mitteleuropäischen Gaumen ist die erste bis zehnte Teilnahme an solch einer Zeremonie etwas gewöhnungsbedürftig.


Kamelmilch und -käse


Was Sie noch wissen sollten ...

So schön das Land auch ist, im Moment, das sagt auch die malische Bevölkerung, ist Mali ein zerrüttetes Land. Tapfer und patriotisch verteidigt die Armee ihr Land gegen Terrorismus, der von außen auf das Land einwirkt, aber auch Quellen im eigenen Land hat, die die innere Struktur aufweicht und zersetzt wie eine furchtbare Krankheit. So liegt auch hier die Hoffnung der Bevölkerung auf der Achillessehne des Landes, der Jugend und den Kindern, für eine Zukunft in Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit.

Hoffnung, dass die junge Generation mit genügend Potenzial gewappnet ist, um sich gegen das Konzept des Terrorismus zur Wehr zu setzen und Courage besitzt, so stark, wie der Stolz der Bevölkerung auf ihre Streitkraft.

 


Informationen über aktuelle Themen:

Conseil des Maliens de l'Exterieur d'Allemagne